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18. Dezember 2021

Von Josef, dem irdischen Adoptivvater Jesu, lesen wir in der Bibel nicht sehr viel. Er spielt eher eine Nebenrolle. Auch bei den aufgestellten Krippen könnte man ihn sogar mit den Hirten verwechseln. Und doch steht und fällt die Geburt Jesu auch mit der Entscheidung dieses Mannes.
Als die junge Maria ihrem Verlobten erzählte, dass sie schwanger war, machte sich Josef selbstverständlich seine Gedanken.
Nach jüdischem Recht hätte er Maria aus dieser Verbindung entlassen müssen. Das hätte für die junge Frau und ihr ungeborenes Kind vermutlich den Tod bedeutet – Jesus wäre nicht geboren worden. Vermutlich hätte Josef auch so gehandelt, wäre ihm im Traum nicht ein Bote Gottes erschienen, der ihm verkündete: « Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.» (Mt 1, 18-24).

Josef ging den Weg Gottes, obwohl er vermutlich nicht genau verstehen konnte, was dieser Traum bedeutet, und obwohl die irdischen Fakten und Gesetze gegen seinen Entscheid sprachen.

Diese Bibelstelle rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis, wenn eine Entscheidung zwischen Kopf und Gefühl ansteht. Und wissen Sie was? Nein, meine Entscheidungen waren nicht immer logisch und bei weitem nicht für Jedermann nachvollziehbar, aber rückblickend waren genau diese Entscheidungen, welche ich aus meinem Herzen heraus gefällt hatte, immer die richtigen. Vielleicht haben Sie über die Feiertage einmal die Zeit und die Ruhe, sich auf die spannende Suche zu machen, wann Sie in Ihrem Leben Gottes Wegen gefolgt sind und erkannten haben, auf diese innere Stimme zu hören war Ihre beste Entscheidung.

Patrizia Meleleo

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