Hoffnungszeichen

Liebe Pfarreiangehörige

Die Ernennung von Joseph Maria Bonnemain zu unserem neuen Bischof stimmt mich hoffnungsvoll. Er wird an seinem Namenstag, dem 19. März, zum Bischof geweiht und tritt mit der Weihe sein Amt an. Er kennt das Bistum sehr gut und kann somit gleich mit der Arbeit beginnen. Ich kenne ihn persönlich gut und schätze in sehr. Aus meiner Sicht ist Bischof Joseph der richtige Mann auf dem Bischofsstuhl in Chur. Er wird sich sicherlich für eine Befriedung innerhalb des Bistums einsetzen und versuchen, die verschiedenen Strömungen, so gut es geht, zusammenzuhalten. Das wird nicht einfach. Begleiten wir ihn und das Bistum doch mit unserem Gebet.

Haben Sie auf unseren Webseiten schon einmal die eingereichten “Hoffnungszeichen” angeschaut? Es tut gut, solch positive Zeichen bewusst wahrzunehmen, um dem Corona-Blues nicht ganz zu erliegen! Wenn Sie selber ein solches Hoffnungszeichen teilen möchten, dann freuen wir uns sehr darüber.

Ein anderes Hoffnungszeichen ist die Krankensalbung, die wir am Sonntag, 7. März, um 14.30 Uhr in der Kirche St. Anton feiern. Das Sakrament besteht aus Handauflegung, Salbung und Gebet. Die Berührung symbolisiert die Hand, mit der Gott uns berührt, uns streichelt und uns zusagt: “Hab keine Angst, ich bin da, ich lasse dich nicht allein, ich liebe dich.” Öl hat in der Medizin eine heilende Kraft. Auch hier ist es heilendes Öl, jedoch kein Kraut gegen den Tod. Diese Spannung, dass die Krankensalbung kein Wundermittel ist, ist stets gegenwärtig in diesem Sakrament. Stirn und Hände werden gesalbt, damit ist der ganze Mensch gemeint, der in die Heilszuwendung Gottes hineingenommen ist. Ist jegliche Hoffnung auf Heilung der Krankheit ausgeschlossen, dann scheint hier die eschatologische Komponente des Zeichens deutlicher durch: Der Herr wird den Sterbenden durch den Tod hindurch begleiten und ins neue Leben führen.

Die Krankensalbung kann empfangen, wer krank ist. Das ist ein weiter Begriff. Auch wer unter den Gebresten des Alters leidet, wer unter dem Druck der Coronapandemie verzweifelt, wer vor einer Operation steht … kann das Sakrament empfangen. Herzlich willkommen zur gemeinschaftlichen Feier. Oder wir kommen auch gerne zu Hause vorbei.

Um Hoffnung geht es auch in den ökumenischen Abendandachten in Maria Krönung. Am 10., 17. und 24. März, jeweils um 18.00 Uhr, wollen die Andachten eine Hilfe sein, dass in uns durch die Betrachtung des Leidens Christi die Gewissheit gestärkt wird, dass unsere Leiden nicht sinnlos sind. Bildbetrachtung, Lichtritus, Stille, Musik – ein stimmiges Ganzes in Liturgie gekleidet. Ein gefeiertes Hoffnungszeichen.

Mit herzlichen Grüssen

Pfr. Andreas Rellstab

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