Blasiussegen

Liebe Pfarreiangehörige
Der Blasiussegen gehört für mich zu den “urchigen” Segensfeiern im Kirchenjahr. Mit gekreuzten und gesegneten Kerzen, die möglichst nahe an den Hals gehalten werden, bitten wir auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius um Bewahrung vor Halskrankheiten. Dabei wissen wir über den hl. Blasius aus dem armenischen Sebaste (heutige Türkei) nicht sehr viel:
Eine Mutter eilte mit ihrem Sohn in den Armen zum Kerker. Sie bat den dort einsitzenden Arzt und Bischof Blasius um Heilung des Jungen, denn er hatte eine Fischgräte verschluckt und drohte zu ersticken. Durch Gebet und sein Eingreifen heilte Blasius den Jungen. So will es die Legende. Er soll um 316 nach grausamer Folter enthauptet worden sein. Da können wir uns doch glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit und in einem Land leben, in dem wir nicht wegen unseres Glaubens verfolgt werden.
Der übliche Segensspruch lautet: “Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen/Übel. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.” Wem das etwas zu spezifisch ist, kann auch eine der folgenden Segensformeln verwenden: “Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unseren Herrn.” Oder: “Der Herr behüte dein Leben. Auf die Fürsprache des heiligen Blasius segne dich der allmächtige Gott.” Der Segensempfänger antwortet darauf jeweils mit “Amen”.
Da wir in diesem Jahr wegen der Einschränkungen nicht allen den Blasiussegen spenden können, die ihn gerne empfangen würden, haben wir den Familien unserer Untikinder eine kleine Anleitung zukommen lassen, damit sie sich zu Hause gegenseitig den Segen spenden können. Vielleicht können auch Sie ihn verwenden (Anleitung für Blasiussegen zu Hause)?
Pfr. Andreas Rellstab

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