8. Dezember

Der Engel als Bote Gottes tritt mit einer Verheissung an Maria heran. Es ist ein Auftrag, eigentlich mehr eine Bitte, weil er ihre Zustimmung möchte. Gott ist also durch seinen Engel ein Bittsteller, kein Befehlender. Dass Gott seine Verheissung wahr machen kann, hängt somit an einem ganz entscheidenden Punkt daran, ob der Mensch zustimmt. Es ist müssig, darüber zu spekulieren, was gewesen wäre, hätte Maria sich verweigert. Gott schenkt Verheissung, die Erfüllung geschieht jedoch nicht ohne uns.

So wirbt Gott immer wieder um unser Ja, er zwingt uns nicht, mit ihm zu kooperieren. Daher kommt er als Kind, das mit uns wächst und reifer wird. Das schafft Vertrauen, das unabdingbar ist, um in wichtigen Bereichen zuzustimmen. Gott ist uns in dem Kind nahegekommen, tritt durch ihn an uns heran, an jede und jeden anders. Uns ist Ganzheit verheissen, aber nicht ohne unser Mittun.

Maria ist von allem Anfang an für ihre Aufgabe vorbereitet worden. Auch wir haben unsere Talente und Charismen erhalten, um unsere Aufgabe zu erfüllen. Oder eigentlich: Gott erfüllt seine Aufgaben mit unserer Hilfe.

Andreas Rellstab, Pfarrer

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