2. Adventssonntag

Warten, warten, warten. Tausendmal warten. Eine Mutter wartet auf die Geburt ihres Kindes, ein Reisender wartet auf den Zug, ein Staat wartet auf das Ende der Pandemie und ein Sterbender wartet auf das Ende seines Lebens. Warten ist ein Wesenselement unseres täglichen Lebens. Gott aber will uns nicht ins Leere hinein warten lassen, sondern er verheisst das Kommen des Friedens mitten im Krieg und das Kommen des erlösenden Messias mitten in der Verzweiflung. Wir warten auf eine tiefe Verheissung hin, die Gott uns gemacht hat und immer neu macht. Advent bedeutet wieder neu zu lernen, dass wir wirklich Wartende sind und dass dieses Warten das Herz unseres Daseins ist. Wir warten, dass Einer kommt, der unserem Warten die Freude einer tiefen Begegnung schenkt. Die frühen Christen und Christinnen beteten: Maranatha, komm, Herr, komm! Und in ihrer inneren Vision sahen sie das Friedensreich bald zu ihnen kommen. Haben Sie auch die wartende Sehnsucht auf etwas ganz Neues? Ersehnen Sie jemanden, der etwas ganz Neues bringen wird? WARTEN Sie selber wirklich schon?
Br. Paul Zahner

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