16. Dezember

Kleines Wortspiel: Geh-Duld

Wir warten auf Weihnachten, auf den Frühling, auf das Ende der Pandemie.
Wir warten auf…wir warten… und warten. Geduld haben zu müssen ist nicht einfach. Ein Tag kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen, Minuten ziehen sich zu Stunden.
Ich lade Sie zu einem kleinen Wortspiel ein. Trennen wir doch einmal diese Geduld.
Dulden bedeutet laut Wikipedia auch: «Passivität gegenüber Handlungen».
Ja, das spüren wir im Moment definitiv, ein ohnmächtiges Warten auf irgendeinen rettenden Strohhalm, der uns Lebensfreude bringt.
Doch dieser Strohhalm versteckt sich in diesem «Un»Wort, wenn wir es etwas zurechtschneidern: GEH-DULD.
Dulden müssen wir die Situation wie sie ist, ABER….
In diesem Dulden können wir gehen! Den Weg der Passivität einfach verlassen und losgehen. Losgehen zu uns selbst und losgehen zu anderen Menschen. Die begehbaren Wegweiser könnten zum Beispiel heissen: «Im Wald die Kraft der Natur aufsaugen», «Im Gebet Gemeinschaft spüren», «In Pinselstrichen Farbwelten erschaffen», «In einem Brief zeigen, ich denke an dich», «Im Schein einer Kerze bei uns selbst ankommen», «in der Musik in andere Welten tauchen».
Machen wir uns auf die Suche nach Wegweisern, die uns Lebensfreude und Energie schenkten und plötzlich wird auch der Moment da sein, auf den wir so sehnlichst gewartet hatten.
Ich wünsche Ihnen wunderbare, vielleicht noch nie gegangene Wege mit stärkenden Erfahrungen.
Römer 12,12: «Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!»

Patrizia Meleleo, Katechetin / Heimseelsorgerin

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